Beschreibung
Das Kirchlein von Tauern ist ein außergewöhnliches musiktheatralisches Werk, das tief in der Sagenwelt Kärntens verwurzelt ist und zugleich eine zeitgenössische Klangsprache entfaltet. Die 2023 für den Carinthischen Sommer entstandene Kurzoper des renommierten österreichischen Musikers und Komponisten Wolfgang Puschnig eröffnet eine neue Perspektive auf einen Künstler, der bislang vor allem als herausragender Jazzsaxophonist international Anerkennung fand. „Aber, Majestät, ein Menschenmann hat mich beleidigt und damit unser ganzes Volk! Ihr müsst uns rächen!“ (Nixe, aus dem Libretto von Antonio Fian). Die Geschichte entfaltet sich als poetisch-dramatisches Gleichnis über Liebe, Schuld und Sühne: Der Fischer Jakob verfällt dem Gesang einer Nixe, verrät seine Frau Magdalena und löst damit eine Kette tragischer Ereignisse aus, die in einer Sintflut und dem Tod des jungen Paares gipfelt. In der musikalischen Umsetzung begegnen sich eingängige, liedhafte Melodien und fein nuancierte, teils chromatisch gefärbte Bläserharmonien. Puschnig beschreibt den Grundton seiner Komposition als von einer „leichten Kärntner Melancholie“ geprägt – eine Atmosphäre, die sich durch das gesamte Werk zieht. Es entsteht ein vielschichtiger Klang, der an stilisierte Volksmusik erinnert und zugleich unverkennbar zeitgenössisch wirkt.





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