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Gnosis

ID: ECM 2526CD
Künstler: VIRELLES,DAVID
Komponist:
VÖ Datum: 2017-09-15
Label: ECM
Region:
Stil:
Typ: CD
Anzahl CDs: 1
Code: 160
Preis: 18,50 EUR   (exkl. MwST.: 15,42)
Info:
In der Musik des 33-jährigen Pianisten David Virelles spiegelt sich sein Lebenslauf wider: die kubanischen Einflüsse aus seiner Kindheit und Jugend in Santiago de Cuba, seine kanadischen Jahre im Umfeld der Kuba-affinen Jazzmusikerin Jane Bunnett, und seit 2009 seine Erfahrungen im musikalischen Schmelztiegel New York, wo er bei den Parade-Avantgardisten Muhal Richard Abrams und vor allem Henry Threadgill Komposition studiert und sich einen exzellenten Ruf als innovationsfreudiger Improvisator erspielt hat.

"Gnosis" ist ein aus achtzehn zwischen einer und fünf Minuten langen Stücken bestehendes, unglaublich buntes und facettenreiches Klanggemälde, das fern jeglicher Kuba-Klischees deutlich näher an der kreativen amerikanischen Gegenwartsmusik orientiert ist. Wie schon bei seinem 2014 erschienenen ECM-Debut "Mbókò" spielt auch hier wieder der Biankoméko-Trommler und Sänger Román Díaz mit seinem Wissen um uralte Traditionen, Rituale und magische Geschichten den kreativen Widerpart und Ansporn für David Virelles. Aber auch vier Streicher, am bekanntesten Kontrabassist Thomas Morgan, zwei Bläser und vier Perkussionisten dienen dem einfallsreichen Komponisten als Reservoir für ein breites Spektrum an Klangfarben und vielfältigen Rhythmen. Überlegungen zu den Überschneidungen der Kulturen und zur multikulturellen Interaktion oder das Vokabular des mythenumwobenen Abakuá-Geheimbundes dienten David Virelles ebenso als Inspirationsquellen, wie die kubanischen Komponisten Amadeo Roldán und Alejandro García Caturla, die vor knapp hundert Jahren als Erste das reichhaltige afrokubanische Perkussionsinstrumentarium in ihre Orchesterstücke einbezogen.        
"Gnosis" wurde vor zwei Jahren bei seiner Erstaufführung in der Music Gallery Toronto als "futuristische afrokubanische Kammermusik" apostrophiert, was dem eigenwilligen Charakter dieses nicht ganz leicht zugänglichen, in seiner konsequenten kompositorischen Haltung aber faszinierenden Projektes sehr nah kommt.  (Peter Füssl, KULTUR Vorarlberg)

Anzahl:  
 

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