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Llyria

ID: ECM 2178CD
Künstler: BÄRTSCH,NIK RONIN
Komponist:
VÖ Datum: 2010-09-10
Label: ECM
Region:
Stil: ECM Jazz
Typ: CD
Anzahl CDs: 1
Code: 160
Preis: 18,50 EUR   (exkl. MwST.: 15,42)
Info:
"Llyrìa" ist das dritte ECM Album von Nik Bärtsch's Ronin. Es folgt jenen Richtungen, die bereits auf "Stoa" (2005) und "Holon" (2008) eingeschlagen wurden aber entwickelt diese konsequent weiter. Bei der Veröffentlichung von "Holon", verglich der Komponist und Pianist Bärtsch das gemeinsame Interplay in seiner einzigartigen Gruppe mit einem Schwarm von Fischen, der sich blitzschnell zusammen über ein Korallenriff bewegt. Der Titel seines neuen Albums ist eine weitere Meeresmethapher. Die Llyrìa ist ein kürzlich entdeckter leuchtender Bewohner der Tiefsee, eine Kreatur, so ungewöhnlich, dass die Biologen unsicher sind, wie sie sie einstufen sollen. Doch tief unten im Abgrund, wo der Druck gewaltig ist, gleitet es flink, mit kühler poetischer Anmut. Bärtsch genießt dieses Bild: ein naher Nachbar
auf diesem Planeten, über welchen wir so wenig wissen. Kompositionen können sich ebenfalls eigenartig entwickeln, betont er. Mit diesem Bild im Kopf wirft Ronin weiterhin seine Netze in denselben Ozean - um Formen zu finden, die unsere Erwartungen plötzlich unterlaufen oder ihre Veränderungen langsam offenbaren.

Die neue Musik von Ronin vermittelt ein Gefühl der Freiheit, nicht zuletzt durch die
periodische Lockerung seiner rituellen Grooves. Im Wort "Llyrìa" scheint auch "lyrisch" auf und feine komponierte Übergänge in beinahe allen Stücken eröffnen erfrischende melodische Möglichkeiten. Es bietet sich nun mehr Raum, um sich in Nik Bärtsch's Kompositionen hineinzubewegen - mehr Raum zum Atmen. Am Beginn der Aufnahme, auf "Modul 48" und an anderen Stellen, ist hörbar wie der Bläser Sha diesen neuen Raum gewinnbringend nutzt.

Obwohl Ronin die rhythmischen und formalen Experimente mit motorischen Pulsen fortsetzt, stellt sich eindeutig ein Gefühl der "Ungezwungenheit" ein. Bärtsch spricht von einem Gravitationssog seiner Themengeflechte: "In unserer Ästhetik versuchen wir nicht, offensichtliche Melodien als Themen in den üblichen Registrierungen zu verwenden, sondern Energiefluss aus den rhythmischen Balancen und verschiedenen 'Themen' zu gewinnen, die das Ohr verführen. Dieses Mal geht es weniger um pulsierende Sound Patterns sondern vielmehr um melodische Entwicklungen - mit kleinen Melodien, die ihre eigenen Fugato-Energien ausbilden."

Hören Sie selbst: player.ecmrecords.com/Baertsch

Anzahl:  
 

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