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Burn
ID: NAIM 201LP
Künstler: SONS OF KEMET
Komponist:
VÖ Datum: 2014-04-14
Label: Naim
Region:
Stil:
Typ: LP
Anzahl LPs: 1
Code: 235
Preis: 35,00 EUR   (exkl. MwST.: 29,17)
Info:
Selten hat eine Band der britischen Jazzszene derartige Aufregung vor Veröffentlichung eines Albums verursacht, aber mithilfe ihrer Liveshows - sowie einiger ebenso erfreulicher wie unerwarteter Radiosendungen - haben Sons of Kemet genau das erreicht. Als eine Art Supergruppe unter Leitung von Klarinettist, Saxophonist und Komponist Shabaka Hutchings mit Oren Marshall als Tubaspieler und sowohl Tom Skinner als auch Seb Rochford am Schlagzeug.
Im Frühjahr 2011 in Charlie Wright's Club im Osten von London haben Sons of Kemet erstmalig ihren einzigartigen Sound live einem Publikum vorgeführt und seitdem weite Kreise mit ihren Liveshows beeindruckt, sei es in der Session für 'Jazz On 3' im BBC-Sender Radio 3, auf dem Cheltenham Jazz Festival von 2013 oder bei der Zusammenarbeit mit dem BBC Konzert-Orchester in der Queen Elizabeth Hall bei der Teilnahme am London Jazz Festival 2012. Ihr Debütalbum wird deshalb sehnsüchtig erwartet und man sei versichert, dass "Burn" auf jeder Ebene liefert. Kurz gesagt, die Kombination dieser vier überaus kreativen Kräfte hat Musik hervorgebracht, die kraftvoll, lyrisch und darüber hinaus äußerst originell ist.
Obwohl er in London geboren wurde, verbrachte Hutchings den größten Teil seiner Kindheit in Barbados. Als er 1999 ins Vereinigte Königreich zurückkehrte, wurde er bald innerhalb der britischen Jazzszene als außergewöhnliches Talent gehandelt und spielte nicht nur mit Koryphäen wie Jerry Dammers, Courtney Pine und The Heliocentrics, sondern wurde auch bei BBC Radio 3 als New Generation Artist ausgezeichnet. Und dennoch, ihm fehlte bei seiner Musik der vertraute karibische Anklang, weshalb die Sons of Kemet entstanden (Kemet ist einer der ersten Namen, die aus dem alten Ägypten bekannt sind, und der Name des letzten, nubischen Königs war Shabaka).
Zum Teil liegt es an der Verwendung von zwei Schlagzeugern - zwei wahren Kraftwerken von Schlagzeugern, muss man feststellen - die Sons of Kemet ihren unwiderstehlichen und ansteckenden Sound verleihen. Skinner und Rochfords inniger Austausch von rhythmischen Ideen ist eine unvergessliche, stark zum Tanzen verlockende Erfahrung. Fügt man dazu einen dieser großen Joker zeitgenössischer britischer Musik, nämlich Oren Marshall mit seiner Tuba, hat man eine wunderbar unorthodoxe Zusammenstellung.
Um der Musik und der kulturellen Inspiration willen wendete sich Hutchings seiner Kindheit und Barbados zu. Er suchte Rat bei Ethno-Musikwissenschaftlern aus Barbados, die sich auf frühe karibische Musik spezialisiert hatten und fand sich schnell mit zahlreichen Aufnahmen versehen, die er ausgiebig studierte. Es dauerte nicht lange, bis sich die Verbindungen zwischen der Musik von New Orleans und Westafrika offenbarten; insbesondere das Werk zweier visionärer Künstler aus Jamaika durchdrang Hutchings Auffassungen: Count Ossie und Cedric 'Im' Brooks, zwei Musiker, die einen starken Einfluss auf die Band hatten. Dennoch zeigen die Themen und Inspirationsquellen sämtlicher Stücke auf "Burn" ein weitreichenderes Netz von Vorstellungen. "Inner Babylon" spricht das Thema der kulturellen Hegemonie der USA an; "The Godfather" ist ein Tribut an den legendären äthiopischen Musiker Mulatu Atsatkue (mit dem Hutchings und Tom Skinner während der letzten Jahre wiederholt zusammen gespielt haben) und "All Will Surely Burn" ist eine Reflexion des drängenden Themas der globalen Erwärmung. Hutchings Interesse an Literatur findet seinen Bezug in zwei Stücken, die an Schriftsteller erinnern, die ihn inspiriert haben: "Song For Galeano" ist dem gefeierten Schriftsteller Eduardo Galeano aus Uruguay gewidmet.

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