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The Real Folk Blues

ID: CHESS 1503LP
Künstler: WILLISAMSON SONNY BOY
Komponist:
VÖ Datum: 2005-02-07
Label: Speakers Corner Chess
Region:
Stil: Audiophile LP, 180gr
Typ: LP
Anzahl LPs: 1
Code: 210
Preis: 25,00 EUR   (exkl. MwST.: 20,83)
Info:
"The Real Folk Blues" - Sonny Boy Williamson (voc, hca), Otis Spann, Lafayette Leake (p); Lafayette Leake, Billy Emerson (org); Robert Jr. Lockwood, Eddie King Milton, Matt Murphy, Luther Tucker (g); Willie Dixon, Milton Rector (b); Fred Below, Al Duncan, Odie Payne (dr) Erscheinungsdatum: 02/05

Die Biografie von Sonny Boy Williamson bleibt auch für den leidenschaftlichsten Fan des Blues ein ziemliches Rätsel. Denn er ist eigentlich nicht der 'wirkliche' Williamson; ein pfiffiger Geschäftsmann gab dem Sänger und Mundharmonikaspieler Aleck 'Rice' Miller einfach diesen Namen - nach dem Mord an dem populären Blues-Musiker John Lee Williamson im Jahre 1948. Trotzdem stellt Miller/Williamsons bemerkenswerte Karriere buchstäblich die Brücke zwischen Robert Johnson und Eric Clapton dar; sowohl seine Musik wie sein Leben beinhalten einen lockeren, harten Lebensstil, der so etwas wie ein Rock-und-Blues-Klischee wurde.
Nach beachtlichen Erfolgen im lokalen Radio des Mississippi-Deltas kam Miller/Williamson schließlich in der Mitte der 50iger Jahre zu Chess Records in Chicago, wo alle Aufnahmen (bis auf eine) Anfang der 60er Jahre entstanden. Williamson war jedoch schon sechs Monate tot, ehe Chess zum ersten Mal diese 'unzeitgemäße' Zusammenstellung veröffentlichte, um nachträglich an dem schon abebbenden Folkboom der 60er mit zu verdienen.
Hört man sich diese Kollektion an, so ist es nicht schwer zu verstehen, warum mehrere Generationen der vom Blues infizierten Rockmusiker ihn besonders verehrten, etwa die Allman Brothers (z.B. mit dem Original des "One Way Out", wo der langjährige Partner Robert Lockwood Jr. die bekannten Gitarrensoli beisteuerte) oder Led Zeppelin (mit einer bemerkenswerten Boogie-Interpretation von Willie Dixons "Bring It On Home").
Untermalt von Harmonikaeruptionen, die sich vom scharfen Stakkato in lyrische Passagen wandeln können, denkt Williamson mit lederiger Stimme darüber nach, dass er "Too Young To Die" oder "Too Old To Think" sei. Und das mit einer sich selbst verachtenden Indifferenz, die zu seinem Markenzeichen wurde. Obwohl diese Rillen das Sahnestück seiner letzten Jahre bedeuten, sind sie mehr ein Saufgelage als eine Elegie.

Aufnahme: 1957 - 1964 in Chicago
Produktion: Marshall Chess

Anzahl:  
 

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