Detailansicht

The Dreamer Is The Dream

ID: ECM 2519CD
Künstler: POTTER,CHRIS
Komponist:
VÖ Datum: 2017-04-21
Label: ECM
Region:
Stil: Virelles, Martin, Gilmore
Typ: CD
Anzahl CDs: 1
Code: 160
Preis: 18,50 EUR   (exkl. MwST.: 15,42)
Info:
Nach seinem an Homers "Odyssee" orientierten ECM-Debut "The Sirens" (2013) und den "Imaginary Cities" mit seinem Underground Orchestra (2015) präsentiert der exzellente in New York lebende Saxophonist und Bassklarinettist Chris Potter die sechs neuen, ausdrucksstarken und farbenreichen Kompositionen seiner jüngsten exquisiten ECM-Produktion mit einem hervorragenden, generationenüberspannenden, akustischen Quartett. Schon seit den 1990-er Jahren kennt er den Kontrabassisten Joe Martin, der gemeinsam mit dem erst 30-jährigen Drummer Marcus Gilmore wenig effektheischend, aber umso solider und um Subtilität bemüht für ein perfektes rhythmisches Fundament sorgt - was nicht heißen soll, dass nicht beide auch mit außergewöhnlichen Einwürfen solistisch zu überzeugen wüssten. Der aus Kuba stammende, sich aber jeglicher Latin-Klischees konsequent entziehende Pianist David Virelles stellt einmal mehr seinen harmonischen und rhythmischen Einfallsreichtum unter Beweis, und Bandleader Chris Potter bläst sich wahrlich die Seele aus dem Leibe. In Sachen Spieltechnik und Expressivität ist Chris Potter auf dem Tenorsaxophon bekanntermaßen Weltklasse - das macht bereits der wunderschöne Opener "Heart In Hand" klar. Auf dem ebenfalls balladenhaften Titelstück erweist er sich aber auch auf der Bassklarinette als einfallsreicher Geschichtenerzähler, während er auf "Memory And Desire" die Möglichkeiten des Sopransaxophons voll ausschöpft. Virtuosität und Emotionalität fusionieren auf vortreffliche Weise auch im 10-minütigen, indisch inspirierten "Yasodhara" und bei "Ilimba", in dem Potter zum gleichnamigen afrikanischen Daumenklavier greift. Der Saxophonist betrachtet dieses Quartett als zukunftsträchtige "Working Band", mit der er noch viele bislang unerforschte musikalische Territorien erkunden will. Denn "die ursprünglichste und kostbarste Eigenschaft des Jazz ist die Ästhetik der Überraschung", so Potter, "nicht nur für das Publikum, sondern auch für den Künstler." Ja, bitte, weiter so! (Peter Füßl)

Anzahl:  
 

< Zurück