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Bistro III

ID: DOB 005CD
Künstler: DOBREK BISTRO
Komponist:
VÖ Datum: 2014-02-21
Label: dobrecords
Region: Austria
Stil:
Typ: CD
Anzahl CDs: 1
Code: 160
Preis: 18,50 EUR   (exkl. MwST.: 15,42)
Info:
Sieben lange Jahre haben wir zwar live viel von Krzysztof Dobrek und seiner gefeierten Band gehört, ein neues Album gab es aber nicht. Der polnische Akkordeonist ist ein gnadenloser Perfektionist und so zeigt sich die Diskographie des um die Jahrtausendwende in Wien gegründeten Ensembles denkbar dünn. Erst 2003 ist ihre Debüt-CD »Bistro live« erschienen, vier Jahre später folgte das Studioalbum »Dobrek Bistro« und nun im Februar 2014 soll CD Nummer drei präsentiert werden.
Bevor es ans Kochen der BistroGerichte geht, sehen wir uns zuerst die Liste der Zutaten an. Basis ist natürlich das bewährte Quartett Dobrek Bistro, neben Mastermind Dobrek selbst ist das vor allem der russische Geiger Aliosha Biz, der das Ensemble zusammen mit Krzysztof gegründet hat. Komplettiert wird das Quartett durch den brasilianischen Multiperkussionisten Luis Ribeiro und das jüngste Bandmitglied, den Jazz-Kontrabassisten Sascha Lackner, einem Wiener mit persischer Mutter.
Der Bandname Dobrek Bistro rührt übrigens nicht nur von Krzysztof Dobreks hörbarer Liebe zur Pariser Musette her, sondern auch vom russischen Wort für schnell, »bystro«, das auf die virtuose Rasanz der vier Musiker hinweisen will. Dazu kommen sechs Kapazunder aus den unterschiedlichsten Richtungen. Einer der führenden österreichischen Jazz-Gitarristen, der Gypsy-Soul-Virtuose Harri Stojka, legt sich für Dobrek genauso ins Zeug wie Trompeter und Flügelhornist Thomas Gansch, der sich längst aussuchen kann, mit wem er Musik machen und Schmäh führen will.
Höchste Virtuosität ist auch für den oberösterreichischen Saxofonisten Gerald Preinfalk nur Mittel zum Zweck. Das Mitglied des Klangforum Wien und zahlreicher anderer Ensembles und Projekte greift für Dobrek zur Bassklarinette, nur um sie vor unseren Ohren auch in ganz andere Instrumente zu verwandeln, wie etwa ein Didgeridoo. Verliebt in den Klang der Marimba war Krzysztof Dobrek klar, dass nur einer seiner war: der Schlagwerker und Vibrafonist Flip Philipp, denn er beherrscht jeden Stil aus dem Efef.
International höchst gefragt ist auch der Drehleier-Spezialist Matthias Loibner. Wie sich aber die knarzenden Töne von Loibners Drehleier mit der Eleganz von Philipps Marimba mischen, das zählt zu den ganz besonders exquisiten Leckerbissen des neuen Dobrek-Bistro-Albums. Ein Hackbrett, möchte man meinen, ist ein Hackbrett - will heißen, es klingt irgendwie nach Alm. Nicht so bei dem jungen Schweizer Christoph Pfändler, er mixt und verhackt Rock, Metal, Pop, Jazz, Klassik und Volksmusik. Klar ist das ein gefundenes Fressen für Dobrek Bistro.
Womit wir in Krzysztofs Klangküche gelandet sind. Denn das Album ist ein Studioproduktion, wie Dobrek voll Enthusiasmus erzählt, die live kaum eins zu eins umsetzbar ist, weil sie erst in monatelangem minutiösen Montieren und Mischen des eingespielten Materials entsteht. Er wollte etwas Neues finden, was er so noch nirgendwoanders gehört hat: frappierende Klangkombinationen, die er raffiniert einsetzt, sodass immer der Gesamteindruck besticht. Nicht die Soli stehen im Vordergrund, sondern Komposition und Arrangement.Die neue Speisekarte von Dobrek Bistro liest sich verheißungsvoll. (Mirjam Jessa, Ö1)

Anzahl:  
 

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